Wie alles begann / how it all began

http://www.cancersucks.eu/?page_id=125

de

Phoebe ist ein ganz normales, gesundes Mädchen, hat viele Freunde, war immer sportlich und ging sogar in einen Turnverein für Boden- und Geräteturnen.
Ende Juli 2014 klagte sie hier und da über Kopfschmerzen, die kamen und gingen. Drei Tage bevor wir zum Hausarzt gingen, hatte sie sich übergeben.
Er meinte, dass es eine Kindermigräne sein könnte oder die Tatsache, dass sie ihre Brille nicht aufsetzt.

3. August 2014
Es war Sonntag und meine Tochter saß oder besser gesagt kauerte im Wohnzimmer auf der Bank und klagte über Kopfweh. Somit bin ich mit ihr ins SMZ-Ost gefahren. Der eigentlich recht jungen Ärztin habe ich ihre Symptome geschildert. Während der Untersuchung musste Fibi aufstehen und sich mit geschlossenen Augen auf die Nase greifen und mit ausgestreckten Armen im Stand Stufen steigen. “Was soll das”, dachte ich, “ihr ist schlecht und sie hat Kopfweh?!”
Nach der Blutabnahme hatten wir 1,5 Stunden Wartezeit. Als wir wieder ins Untersuchungszimmer kamen, meinte die Ärztin, dass das Blutbild noch nicht fertig sei. Sie hatte sich in der Zwischenzeit mit mehreren Ärzten unterhalten und meinte, dass wir auf jeden Fall hier bleiben sollten und wir stationär aufgenommen würden. Meine Frau ist sofort ins Spital nachgekommen. Wir waren ratlos und auch ein wenig verstört, da wir nicht wussten, was das sein kann. Auf der Kinderstation angekommen wurden wir super freundlich empfangen und sind in ein 4-Bett-Zimmer gekommen. Zwei der Betten waren belegt: ein Mädchen und ein Bub, beide ca. 14-15 Jahre alt und beide hatten Kopfschmerzen als Symptome. Tja, was denkt man sich dann: alle haben Kopfweh, keiner hat was Ernstes …gut, wir werden in ein paar Tagen wieder raus kommen…..das war mein Plan! Für 5. August wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) angesetzt. Die Tage bis dahin waren ok, das Erbrechen war weg und die Kopfschmerzen wurden weniger.

5. August 2014 – nach dem MRT
Ein Arzt meinte, dass er gerne mit den Eltern sprechen möchte und forderte uns auf, mit ihm ins Arzt-Zimmer zu gehen. Wir kamen leicht angespannt ins Zimmer und starrten beide auf einen Monitor. Auf dem Bildschirm sah man einen Querschnitt von einem Gehirn mit einer schwarzen Kugel genau in der Mitte. Wir haben sofort gewusst, dass das nichts Gutes heißt.
Um ca. 14 Uhr haben wir erfahren, dass unsere kleine Tochter einen Gehirntumor hat. Meine Frau ist unter der Last zusammengebrochen und ich habe sie nur schwer halten können, da ich selber schwammige Knie hatte.
Der Arzt meinte nur, dass er uns keine Infos geben kann und, dass wir sofort ins Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien (AKH) überstellt werden.

Im AKH angekommen, wurden wir von einem 5-köpfigen Team übernommen und von da an ging die Maschinerie los. Wir waren unter Schock und folgten einfach nur dem, was uns gesagt wurde. Kurz darauf hatten wir ein Arztgespräch; wir saßen vor den Ärzten und umarmten uns. Sue‘s Kopf lag auf meiner Schulter und ich spürte wie hie und da eine Träne auf meinem Shirt landete. Mein Herz verkrampfte sich, als ich ihre Angst um unsere Tochter spürte. Sofort schossen mir Tränen in die Augen und ich drückte sie noch viel fester, küsste ihre Stirn und flüsterte ihr zu: “Sie schafft das, sie ist unsere starke Prinzessin und wir schaffen das zusammen.” Nachdem wir uns gefangen hatten, haben wir uns zu Fibi ans Bett gesetzt und sie lange im Arm gehalten. Jetzt wussten wir auch schon, dass die alles verändernde OP für morgen 9:30 angesetzt war. Meine mittlerweile innerlich zerbrochene Frau ist im Spital am Zusatzbett gelegen und ich bin dann zu den anderen nach Hause gegangen. Es war nicht leicht, das soeben Erlebte nochmal vor Oma und Tante zu wiederholen. Immer wieder bin ich mit Tränen auf der Couch gelegen und habe ein paar Minuten gebraucht, um mich zu fangen.

gb

…how it all began!

Phoebe is your everyday tween with lots of friends and enjoys sports, especially gymnastics.
Late July 2014 she started complaining about headaches, that came and went. Three days before we decided to pay the doctor a visit, she vomited.
The doctor thought it could be a migraine or the fact that she wasn’t wearing her glasses.

August 3, 2014
It was a Sunday and our daughter was complaining about another headache. It wasn’t just complaining, she was curled up on the couch, right out crying. Off we went to the clinic we usually visit for emergencies. I explained the symptoms to the very young doctor. Phoebe had to close her eyes and touch her nose, and was asked to step in place. I wasn’t quite sure why they made her do those things when she is complaining about a headache and being nauseous.
They took blood for bloodwork which took over an hour and a half. While we waited, the doctor explained that she consulted with other doctors and advised us that Phoebe would be admitted to the hospital. My wife Susanne joined us right away. We were baffled, unsure of what was happening.
The welcomed us with open arms in a room with 2 other patients. A boy and a girl, both about 14 or 15 years old with same symptoms.
I thought to myself: „Everyone has a headache, nothing serious…we’ll be on our way back home in no time!“ That was my plan.
They scheduled and MRI for August 5. Phoebe was feeling better, less nauseous and less headaches.

August 5, 2014, after the MRI
My wife and I were asked to join the doctor in his office. As we entered we were both staring at a monitor that showed Phoebe‘s brain with a black ball right in the middle. We knew immediately that can’t be good.
Around 2 pm we knew that Phoebe had a brain tumor. Susanne collapsed with the news and i could barely hold her having weak knees myself.
The doctor couldn’t give us any additional news. Phoebe was transferred to Vienna General hospital.
After arriving there, we were greeted by a team of 5. We were still in shock and just followed orders. We were talking to doctors, Susanne and I hugging. Her head on my shoulder and I could feel her tears on my shirt.
My heart was in knots as I felt her fear for Phoebe and my eyes filled with tears. I hugged her tighter, kissed her forehead and said to her „She can do it, she is our strong princess“
After regaining our composure somewhat we sat with Phoebe and held her for a long time.
The surgery was set for 9:30 am the following day. Susanne stayed with Phoebe overnight, while I headed home to the rest of the family.
It wasn’t easy to share the news with grandma and Phoebe’s aunt, tears running down my face.